Posing Tipps – Wohin mit den Händen?

Yik-Choon am Elbstrand

Was mache ich bloß mit meinen Händen?

Kennst du das: Du wirst fotografiert und fragst dich, wo du bloß mit diesen Armen und Händen hin sollst? Die Beine sind eigentlich kein Problem, denn die benutzt du schließlich zum Stehen oder Sitzen. Aber die Arme hängen einfach so rum, denn du hast ja nichts zum Festhalten.

Keine Angst, das geht jedem so. Deswegen habe ich hier ein paar Tipps für dich, was du mit deinen Armen und Händen machen kannst, damit dein Foto richtig gut wird und du dich wohl fühlst.

1. Halte dich fest 😉

Die einfachste Lösung ist, dass du dich einfach an irgendetwas festhälst. Vielleicht ist ein Geländer in der Nähe oder eine Wand. Die Hosentaschen kannst du auch verwenden. Schon sieht das ganze entspannt aus und nicht so steif, wie wenn du deine Arme einfach hängen lässt.

Silvia

Hände aufs Geländer legen – Problem gelöst!


Eine andere Möglichkeit ist, dass du einen Gegenstand zum Shooting mitbringst mit dem du dich wohlfühlst. Als ich letztes Jahr mit Yik-Choon geshootet habe, wollte sie gerne Fotos mit ihrer Geige machen. Sie studiert Musik und gibt nebenbei Geigen-Unterricht. Beim Shooting war sie total entspannt und hatte mit ihrer Geige nicht nur etwas in der Hand, sondern war sozusagen in ihrer täglichen Arbeitshaltung, die sich für sie ganz natürlich anfühlt.  Somit konnten wir ganz einfach tolle Portraits aufnehmen.
Yik-Choon

Yik-Choon mit ihrer Geige

2. Zeig mir deine Handunterseite!

Hier ist ein schönes Negativbeispiel von mir selbst, wie man es NICHT macht. Ich zeige der Kamera meinen Handrücken. Kennst du das Sprichwort „Ein schöner Rücken kann auch entzücken.“ – also für den Handrücken gilt das leider nicht 😉 Dieser wirkt sehr flächig, insbesondere im Verhältnis zu deinem Gesicht. Wenn du deinen Handrücken in der Nähe des Gesichts positionierst, so wie ich hier, lenkt das zu sehr ab.

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Der Handrücken lenkt vom Gesicht ab.

Die liebe Vicky hier, weiß wovon ich rede und hat es direkt richtig gemacht. Sie zeigt mir stattdessen die Handunterseite (die Seite mit der du auf den Tisch haust ;-)). Somit sieht man auf dem Foto nicht diese „Fläche“ (Handrücken), sondern durch die Finger ist eine Struktur entstanden, die nicht ablenkt.

Indoor Portrait einer asiatischen Frau, aufgenommen von Stefanie Urban Fotografie im 25 Hours Hotel in der Hafencity Hamburg.

Zeig mir lieber die Handunterseite, so wie Vicky hier.


 

3. Sanfte Berührung im Gesicht

Du kannst die Hände nicht nur unters Kinn nehmen, so wie beim letzten Beispiel. Eine andere Möglichkeit ist die Hände an die Wange zu legen. Jedoch solltest du darauf achten, dass du dir damit keine Dellen & Falten ins Gesicht drückst.

Auf diesem spontanen Schnappschuss von meiner Schwester Annika, siehst du wie man es nicht machen sollte. Sie legt das komplette Gewicht ihres Kopfes in die Hand. Durch ihre Finger, wird die Haut nach oben geschoben und es entstehen Falten neben dem rechten Auge.

DSCF5679

Annikas Finger schieben die Haut unvorteilhaft nach oben.

Vicky zeigt uns wieder, wie es geht. Sie legt die Finger nur ganz sanft an die Wange. Sie berühren das Gesicht kaum, somit wird auch keine Delle in die Wange gedrückt. Perfekt!

Portrait einer jungen hübschen Asiatin in der U-Bahn Station Überseequartier in der Hafencity Hamburg

Finger nur ganz sanft ans Gesicht legen.


 

Ich hoffe diese Posing Tipps haben dir ein bisschen geholfen, sodass du dich beim nächsten Foto nicht mehr fragst, wohin du mit Händen und Armen sollst.

Haben die Tipps funktioniert oder kennst du noch weitere? Schreib mir deine Erfahrung in die Kommentare 😉

1 Kommentare

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